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| Donnerstag, 04. Juli 2002 |
| BÜLACH / In einem ehemaligen Fabrikationsgebäude entstehen Schulzimmer |
| Berufsschule erhält Dependance |
| An
der Lindenhofstrasse 10 soll ein Ableger der Berufsschule Bülach
entstehen. Das Gebäude gehört der Landert Motoren AG und wird als
Produktionsstätte nicht mehr gebraucht. Bezogen wird das Gebäude in
Etappen. |
| EDUARD GAUTSCHI |
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| Die ehemaligen Produktionsräume werden umgebaut und zu Schulräumen umfunktioniert. (reh) |
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Rund
15 Arbeiter waren in dem Produktionsgebäude bis vor kurzem beschäftigt.
Sie stellten Produkte her, die bei der Landert Motoren AG unter dem
Namen Vitax im Markt eingeführt sind. Es sind dies Hebezüge,
Paletten-Hub- und Kippgeräte, Ministapler, Hebetische und
Regalbediengeräte sowie Schleif- und Poliermaschinen. Produziert wurde
auf drei Stockwerken. Jedes Stockwerk hat eine Fläche von über 500
Quadratmetern. «Für die Grösse des Werks war es mit 15 Arbeitern
relativ schlecht genutzt», erklärt Andreas Huber, zuständig für Bauten
bei der Landert Motoren AG. Die Abteilung wurde daher in das Hauptwerk
integriert, und das Gebäude kann nun einer neuen Nutzung zugeführt
werden.
Ein Interesse an der Nutzung signalisierte die
Berufsschule Bülach. Seit rund einem Jahr erteilt die Berufsschule
Unterricht in vier Zimmern am Hauptsitz der Landert Motoren AG. Huber:
«Die Zusammenarbeit mit der Berufsschule hat sich bewährt, also lag es
nahe, dass man auch weiterhin zusammenarbeiten will.»
Rollstuhlgängig ausgebaut
Das
in der Zentrumszone A liegende Fabrikationsgebäude soll nun zu einem
Bildungszentrum umgebaut werden. Geplant ist, dass auf jedem Stockwerk
Klassenzimmer und Nebenzimmer eingerichtet werden. Im ersten
Obergeschoss sollen vier Klassenzimmer mit einer Fläche von je 70
Quadratmetern gebaut werden. Dazu kommen ein Sekretariat, Gruppenräume,
ein Technikraum und die sanitarischen Einrichtungen. Ein ähnlicher
Ausbau wird im Erdgeschoss erfolgen. Im Untergeschoss entstehen weitere
zwei Klassenzimmer und ein Aufenthalts-/Mediothekraum. Das ganze
Gebäude wird rollstuhlgängig sein und über entsprechende WCs verfügen.
Ideale Lage für Schulbetrieb
Der
Eingangsbereich wie auch das Treppenhaus werden komplett neu gestaltet.
Wie Andreas Furer, Projektleiter Managementsysteme der Landert Motoren
AG, erklärte, wurde das Raumprogramm in Absprache mit der Berufsschule
entwickelt. In Beschlag genommen von den Lehrlingen wird das Gebäude
etappenweise. In einem ersten Schritt wird in diesem Jahr der
Lehrlingsbetrieb im ersten Obergeschoss aufgenommen. 2003 folgt dann
der Lehrbetrieb im Erdgeschoss und 2004 im Untergeschoss.
Laut
Huber hat man bei der Planung sämtliche Aspekte kritisch begutachtet
und ist zum Schluss gekommen, dass sich das Gebäude für den
Schulbetrieb gut eignet. Die Lage sei optimal, der Bahnhof nur wenige
Gehminuten entfernt, und die Verpflegungsmöglichkeiten seien dank des
nahen Einkaufszentrums ebenfalls gegeben. Zudem stünden hinter dem
Gebäude genügend Parkplätze zur Verfügung, und die durch den
Schulbetrieb bedingte Lärmentwicklung sei minim. «Die Umnutzung des
Gebäudes ist eine für alle Beteiligten gute Sache», ist Furer
überzeugt. Der Schulbetrieb soll im Herbst aufgenommen werden.
Schulraumprobleme
Mit
der Vergrösserung des Klassenbestandes der Berufsschule Bülach steigt
auch der Platzbedarf. Für das Schuljahr 2002/2003 nimmt die Zahl der
Klassen um rund ein Dutzend zu. Im darauf folgenden Jahr ist mit einer
ähnlichen Zunahme zu rechnen. Laut Rektor Paul Müller ist über kurz
oder lang eine bauliche Erweiterung der Schule unumgänglich. Auf Beginn
des kommenden Schuljahres werden fünf zusätzliche Schulzimmer benötigt.
Sie werden nun an der Lindenhofstrasse 10 geschaffen. Werden alle Räume
an der Lindenhofstrasse genutzt, wäre das Schulraumproblem bis Ende des
Schuljahres 2004 gelöst. Dann aber wird erneut zusätzlicher Schulraum
benötigt.
Die Schulleitung der Berufsschule Bülach hat
entschieden, einen Teil der Berufsschule an die Lindenhofstrasse
auszugliedern, obwohl eine zentrale Lösung bevorzugt würde. An der
Lindenhofstrasse angesiedelt werden in einem ersten Schritt Klassen aus
dem Bereich Elektroberufe und die dreijährigen Elektropraktiker-Klassen
des dritten Lehrjahres. Ab 1. August 2003 werden dann die
Elektropraktiker- und Mechapraktiker-Klassen folgen. |
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