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Schulhaus: Werkstätten, Restaurant

       
 

Neubau der Berufswahlschule Bülach – ein Beispiel qualitätsvoller Architektur

       
 

Architekt Ernst Denzler legte grossen Wert darauf, ein Gebäude zu projektieren, das sich in der Nachbarschaft einordnet, sich aufgrund seiner formalen Sprache als Schulbau unserer Tage zu erkennen gibt und zudem eine grosse Flexibilität, Transparenz, Helligkeit und Offenheit aufweist. Die hinter Alleebäumen gut sichtbare Fassade des langgezogenen Baukörpers ist Ausdruck zeitgemässen Bauens. Die eleganten anthrazitfarbenen Backstein-Mauerpfeiler, die vorbewitterten Kupfer-Titan-Zink-Blechverkleidungen und weiss lackierte Fensterpartien aus Aluminium verleihen dem Gebäude Lebendigkeit und Eleganz.

     In der lichtdurchfluteten Eingangshalle heben sich harte Materialien wie Beton und Backstein mit transparentem Glas kontrastreich voneinander ab.

 

BWS-Schulgebäude
Die farbige Gestaltung übernahm dabei der aus Venezuela stammende Künstler Rafael Pérez aus Dielsdorf.

   Kleine Keramikplatten-Einlagen in den Farben Rot, Blau, Lila erzeugen auf den Sichtbetonwänden im Treppenhaus und in den Korridoren eine sympathische Verfeinerung. Ausgangspunkt seiner Kunst am Bau bildet jedoch eine jederzeit veränderbare Farbkomposition im Forum.

       
 

Moderne Ausstattung
Das Ausbau- und Möblierungskonzept orientiert sich bewusst am Typus Seminarraum. Alle Theorie- und Spezialzimmer erhielten auf einem Schienensystem geführte flexible weisse Tafeln. In jedem Unterrichtszimmer finden sich zudem die erforderlichen Einrichtungen wie Hellraumprojektor, Pinwand und Flipchart. Darüber hinaus konnte eine Vernetzung aller Unterrichtsräume für PC-Arbeitsplätze installiert werden. Der Auftrag zur künstlerischen Gestaltung in den Schulräumen ging an einen Bildhauer und an einen Maler.
   In der Eingangspartie – man betritt sie durch eine offene Vorhalle mit gewölbtem Dach – wird man mit einer futuristischen Eisenplastik von Ueli Gantner, Bülach, konfrontiert. Sie trägt den Titel «Suchendes Wissen» und will dem Schüler den Pfad aufzeichnen nach dem Motto «Nimm das Wissen an und arbeite daran».
  

 

   Die rund 100 SchülerInnen, die bisher unter knappen Raumverhältnissen in der Schulanlage Mettmenriet untergebracht waren, erfreuen sich an den neuen, modernen Räumlichkeiten und Einrichtungen ehe sie den Weg ins Berufsleben antreten.
   Die Schule dient den meisten Gemeinden des Zürcher Unterlandes in den Bezirken Bülach und Dielsdorf.
   Am 8. Juli 1997 wurde der von Architekt Ernst Denzler, Bülach, konzipierte eingeweiht.
Das Raumprogramm umfasst im Wesentlichen das Forum mit Aufenthaltsraum und Büffet, fünf Theorieräume (Klassenzimmer), ein Mehrzweckzimmer, eine Holz- und Metallwerkstatt, eine Hauswirtschafts-abteilung mit Schulküche, eine Mediothek und viele weitere Nebenräume. Das komfortable Windows-NT-Netzwerk mit Informatikzimmer und das stets Berufsinformationszentrum mit Zugriff auf zahlreiche, stets aktualisierte berufskundliche Unterlagen, sind zweifellos der besondere Stolz des Hauses.

 

Rationale Gebäudeorganisation

   
 

Das auf einem kleinen Grundstück errichtete Schulhaus wurde sowohl gegen die Morgensonne als auch gegen die Nachmittagssonne hin orientiert. Es ist dreieinhalb-geschossig konzipiert, wobei ein halbes Geschoss ganz unter Terrain zu liegen kam. Da es die Grundstücksgrösse nicht zuliess, den lärmintensiven Werkstatt-Unterricht räumlich vollständig vom Schulunterricht zu trennen, wurden die Werkräume im ersten Untergeschoss angeordnet, unter Beachtung hoher Schallschutzanforderungen. Das tragende Gebäudeskelett besteht aus wenigen Innenstützen und Decken aus Stahlbeton.

 

BWS-Schulgebäude
Die Betonmauern im Treppenhaus blieben unverputzt. Im Innern finden sich zudem nichttragende, vorfabrizierte Wandelemente aus Backstein. Die beachtliche Grundrissfläche des Gebäudes (20 Meter x 40 Meter) liess eine abschliessende Flachdachkonstruktion sinnvoll erscheinen.

 

Tel. 044 872 90 70 | Fax 044 872 90 71 | www.bws-buelach.ch | E-Mail: